Platz der die Geschichte Englands erzählt

Der Trafalgar-Square in London hat für die Touristen und auch Einheimischen seit seiner Entstehung etwas anziehendes. Dies mag daran Liegen, dass hier auf dem Platz in Formen von Skulpturen, Gebäuden und Gemälden sich die Geschichte von England fast wie von selbst präsentiert. Selbst Menschen, die vor eigentlichen Museumsbesuchen abschrecken, dürften vom Trafalgar Square beeindruckt sein. Hier angekommen wird man zu jeder Tageszeit mit der alten und neuen Geschichte Englands konfrontiert.

Die Nelson Säule

Die Nelson Säule

Für die beeindruckende Reise der Zeit sorgen unter anderem die Nelson Gedenksäule und die Reiterstatue vom Charles I. Die Nelson Säule wurde 1843 zu Ehren des Admirals Nelson errichtet. Dieser hat bei der großen Seeschlacht von Trafalgar sein Leben gelassen. Seither überwacht er den Platz von seiner etwa 50 Meter hohen Granitsäule. Die Höhe der Säule wurde vom Erbauer Sir Charles Barry dem Mast des Schiffes von Admiral Nelson gleichgesetzt. Seit 1868 ist Sir Nelson von vier großen Löwen umgeben. Das Reiterstandbild steht an dem Punkt, welcher seit dem 13. Jahrhundert als Charing Cross Punkt benutzt wurde. Von hier aus wurden alle Entfernungen der umliegenden Städte von der Hauptstadt gemessen. Die Statue wurde nach der Restaurierung dort platziert.

Der Bau der St. Martin in the Fields wurde 1726 abgeschlossen. Die Fassade und der Kirchturm sind sehr beeindruckend. Entworfen wurde die Kirche von James Gibbs, ihre Geschichte reicht bis ins 13. Jahrhundert zurück. Damals sorgte der italienische Barock Stil für Furore, da einige die Elemente der Architektur für zu obszön ansahen. Die St.Martins Kirche ist, und war immer eine Kirche der Öffentlichkeit. 1860 gab es hier eine Leihbibliothek. Während des Ersten Weltkrieges diente sie als Unterkunft der Soldaten. Noch heute hält die Kirche an der Tradition fest und bietet Bedürftigen ein kostenloses Essen an. Des weiteren finden hier Konzerte statt, welche für die gesamte Öffentlichkeit kostenfrei sind. Von einigen berühmten Personen ist diese Kirche die letzte Ruhestätte zu ihnen zählen unter anderem Thomas Chippendale, Nell Gwynne, Charles II Herrin, Jack Sheppard und John Reynolds.

St. Martin in the Fields

St. Martin in the Fields

Die National Gallery wurde von Lord Liverpool 1824 mit einer Sammlung von Gemälden eröffnet. Die Ausstellung zeigt Kunstwerke von bekannten Künstlern wie Rubens, Rembrandt, Raffael und Tizian. Heute beinhaltet die National Gallery über 2200 Bilder die aus dem 13. Jahrhundert bis zur Gegenwart stammen. Für eine abwechslungsreiche Kunstausstellung sorgen hier unter anderem die Werke von berühmten Künstlern wie Caravaggio, Goya, Velázquez, Poussin, Claude, Renoir, Monet, Leonardo da Vinci und Botticelli. Die britische Kunst wird durch Werke von Hogarth, Gainsborough, Constable und Turner vertreten.

Die National Portrait Gallery wurde 1856 gegründet und zeigt die bekanntesten Gesichter von Künstlern, Filmstars, Sportlern und Musikern von damals und heute. Die Ausstellung befindet sich hinter der National Gallery. Das Londoner Kolosseum ist das größte Theater in London, es ist die Basis der englischen National Oper. Das London Kolosseum wurde von Frank Matcham im Jahr 1904 entworfen und gebaut.

Das Geschenk der Norweger an die Englander

Jedes Jahr zur Weihnachtszeit erstrahlt auf dem Trafalgar-Square ein Weihnachtsbaum. Dieser Christbaum ist ein Geschenk der Norweger an England. Die Norweger bedanken sich seit 1947 mit dieser Geste bei den Engländern, dafür das sie 1940 in England Zuflucht fanden. Damals flüchteten die Norweger vor den deutschen Truppen.

Der Weihnachtsbaum aus Oslo zählt zu den berühmtesten Tannenbäumen der Welt. Er wird jedes Jahr Anfang Dezember auf dem Trafalgar-Square aufgestellt. Zuvor hat er aber eine lange Schiffsreise über die Nordsee hinter sich. Die Norweger beauftragen hierfür jedes Mal eine ganz besondere Besatzung, die den Tannenbaum nach England bringt. Nicht nur die Schiffsbesatzung ist sorgfältig ausgesucht, der Weihnachtsbaum selber ist auch nicht irgendein Baum aus dem Norwegischen Wald. Bei dem Christbaum für England handelt es sich um eine Fichte. Die Fichte ist zwischen 50 und 60 Jahre alt, wenn sie geschlagen wird. Sie misst eine Höhe von etwa 20 bis 25 Metern.

In England angekommen wird der Baum innerhalb von mehreren Stunden auf dem Trafalgar Square aufgerichtet und geschmückt. Zum Aufrichten und Schmücken wird der Baum rundherum eingerüstet. Nachdem der Weihnachtsbaum geschmückt ist und mithilfe von vier Füßen und ein Dutzend Keilen am Boden gesichert wurde, wird das Gerüst entfernt. Nun steht der Weihnachtsbaum in voller Pracht fast frei auf dem Platz.

Am Abend erfolgt dann die Beleuchtungszeremonie. Nachdem die Weihnachtsbaumbeleuchtung angeschaltet wurde, singt eine Band zusammen mit einem Chor Weihnachtslieder. Die Lichter des Weihnachtsbaumes sind nach norwegischer Tradition in Weiß gehalten. Am Sonntag nach der Beleuchtungszeremonie wird eine Krippe von der St Martin in the Fields Kirche eine Krippe auf dem Platz errichtet. Bis Weihnachten werden die Fahrgäste an den öffentlichen Haltestellen von den Carol Sängern mit Weihnachtsliedern begleitet. Während die Weihnachtslieder gesungen werden, nehmen die Carol Sänger spenden von Freiwilligen an ausgesuchten Organisationen entgegen.




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